Historische Bauten

 

Das Hörbigerhaus

P7170014Das Hörbiger Haus, der Wohnsitz der berühmten Schauspieler Dynastie Hörbiger Wessely in der Himmelstrasse 24 in Wien Grinzing bestand ursprünglich aus einem kleinen Biedermeier Winzerhaus mit dazu gehörigem Weinkeller. In den1880er Jahren entstand ein Anbau im damaligen Stil des „Schweizerhauses“.

1935 erwarben Paula Wessely und Attila Hörbiger die Villa und ließen diese von einem Schüler Adolf Loos, der auch für die Inneneinrichtung verantwortlich war, umbauen. Der prachtvolle Garten, der das Haus umgibt, wurde ebenfalls im Jahr 1935 angelegt und verzaubert bis heute mit abwechslungsreicher Architektur und dem Blick auf die Grinzinger Weinberge.

Elisebeth Orth, Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger die Töchter von Paula Wessely und Attila Hörbiger wachsen in der Villa in der Himmelstrasse auf. Nach dem Tod von Paula Wessely erbt die jüngste Tochter Maresa Hörbiger den Familiensitz. Heute bewohnen sie und ihr Sohn Manuel Witting mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Sohn die Villa.

Theater zum Himmel

2008 gründen Maresa Hörbiger und Karl Heinz Hackl das Theater zum Himmel im Hörbiger Haus.ASP ausw1-LS 023 Der Garten und der Blick auf die Weinberge sind Kulisse für das Sommertheater. Bei Schlechtwetter und im Winter wird im Salon Hörbiger auf einer kleinen Bühne großes Theater gespielt. Die Fortsetzung der Theatertradition einer der größten Schauspielerfamilien des Landes ist Maresa Hörbiger ein Anliegen. Das Hörbiger Haus in die Zukunft zu führen, anspruchsvolles Theater zu machen und junge Schauspieltalente zu fördern, ist Programm des Theaters zum Himmel.

Ein Theater der Schauspieler

Im Theater zum Himmel stehen, der Tradition des Hauses entsprechend, die Schauspieler im Mittelpunkt. Heltau, Pluhar, Hackl, Hübsch, Schenk ua. zeigen wahre Schauspielkunst und begeistern in Lesungen von Schnitzler bis Bernhard ihr Publikum. Eine Besonderheit des Theater zum Himmel sind die szenischen Lesungen von Theater Klassikern der „Wiener Modernen“, Schnitzler´s Anatol 2008 Hofmannsthals Schwieriger 2009 und Schnitzlers Liebelei 2010 jeweils mit Karl Heinz Hackl in den Titelpartien. In der Inszenierung als Lesung gehört alle Aufmerksamkeit des Publikums dem gesprochenen Text, den Facetten und Nuancen großer Schauspielkunst. Großes Theater auf einer kleinen Bühne, das ist das Geheimnis des Erfolgs des Theaters zum Himmel.



Residenz Zögernitz


Im Oberdöbling des 18. Jahrhunderts wurden zahlreiche Sommerresidenzen für den Adel und das gehobene Bürgertum errichtet und inmitten ließ ein Wiener Bürger namens Ferdinand Zögernitz anno 1837 eine Residenz im Biedermeierstil auf ehemaligem kaiserlichen Besitz erbauen. Das CasinoZoegernitz 400alte Casino Zögernitz wurde am 21. Juni des Jahres 1837 eröffnet und avancierte fortan mit seinem "reich dekorierten Saal“ und wunderschönem Garten zum beliebten Treffpunkt der besten Wiener Gesellschaft.

In seiner langjährigen Geschichte musste das Casino die unterschiedlichsten Wandlungen durchmachen. Hotelbetrieb, Kaffee- und Gasthaus zugleich mit einem repräsentativen Festsaal, der sich für Bälle besonders eignete, war diese Vergnügungsstätte nicht allein der Versammlungsort der gehobenen Klasse, sondern auch der Boden für echte Wiener Gemütlichkeit. Unser Altmeister Johann Strauß (Vater) wirkte bei der Eröffnung und während der ganzen Sommersaison 1837 hier als Hauskapellmeister und spielte den Wienern seine Eigenkompositionen auf. Mehrere Erstaufführungen fanden in dem einzigen in Wien noch bestehenden Straußsaal statt. Josef Lanner wohnte im ersten Stock des Hauses und konzertierte hier mehrere Jahre. Auch Johann Strauß Sohn wurde ab 1846 von Ferdinand Zögernitz oftmals engagiert.

Im Sommer1850 veranstaltete Johann Strauß "zu seinem Benefice" im Casino Zögernitz ein großes Wiener Volksfest mit einem glänzenden Ball, imposanter Illumination und Feuerwerk. logo strauss eroeffnungWie er es von seinem Vater gelernt hatte, gab er diesem Fest auch einen auftrumpfenden Titel: "Prunkszene aus der Residenz". Für den Ball versprach der junge Strauß als Attraktion einen neuen Walzer: "Johannis-Käferln". Es ist durchaus möglich, daß die Gäste auch echte "Johannis-Käferln" zu sehen bekamen, denn so nennt man in Wien die Glühwürmchen, und diese sind in freundlichen Sommernächten gerade im Raum Döbling sehr oft und zahlreich zu sehen. Der neue Walzer wurde beim Ball im Casino  Zögernitz vorgeführt und löste enorme Begeisterung bei den Zeitgenossen aus. Die "Johannis-Käferln" gehören auch in unseren Tagen zu den bekanntesten Stücken des Walzerkönigs.

In den folgenden Jahren nach 1868 bestritten Volkssänger und Komiker, wie Pepi Steidler, Luise Montag, Josefine Schmär und der „Alte Drahrer“ Guschelbauer das Unterhaltungsprogramm.
Der Straußsaal war auch ab 1880 der Ort für zahlreiche Konzerte der Brüder Johann und Eduard Strauß sowie vom damaligen Hauskapellmeister Fahrbach.

Von 1870—1903 war an Stelle des später neuerrichteten Speisegartens die Endstation und Remise der Pferdetramway. Erst nach der Elektrisierung der Straßenbahn wurde die Endstation auf die Hohe Warte verlegt.

1913 übernahm das Gastronomen-Ehepaar Alfred und Maria Stegbauer das Casino und richteten ab 1920 für mehrere Jahre ein Freiluftkino im Garten ein. Da das Casino im Zuge des ersten Weltkrieges schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, entschlossen sie sich 1926, einem vielfach geäußerten Wunsch, insbesondere der Döblinger Bevölkerung, Rechnung tragend, Neubauten auszuführen. In etwas modernisiertem Altwiener Stil wurde der Neubau dem alten Casino angepasst.

Ab Mai 1945 feierten hier bis zu 600 sowjetische Soldaten ihren Sieg durch Apelle und Gartenfeste. Nach der 4-Zonenteilung Wiens veranstalteten die Amerikaner im Casino ausgelassene Triumphfeiern.
Nach dem Abzug der ausländischen Besatzungsmächte wurde das Casino Zögernitz zu neuem Leben erweckt. Der Wiener Fasching, Bälle, Kränzchen, Sommerfeste, Versammlungen politischer Parteien, Theater- und Opernaufführungen kehrten wieder ein.

1950 wurde das anschliessende Hotel, wo Künstler wie Marcel Prawy, Helge Rosvaenge, Walter Wallner etc. logierten, errichtet.

Im Straußsaal fanden seit 1967 grosse Schallplattenaufnahmen von alter und klassischer Musik statt. Nikolaus Harnoncourt wirkte hier mit seinem „Concentus Musicus“ und viele bekannte Opersänger sowie Chöre beehrten das Haus.

Seit 1976 gehörte das Casino Zögernitz der Rudolf Stegbauer KG. Nach dem Tode von Rudolf Stegbauer ging die Liegenschaft an seine beiden Schwestern, die vor einigen Jahren verstarben. Sie vermachten das Casino Zögernitz der Erzdiözese Wien.

Seit Februar 2008 ist das Casino Zögernitz durch das Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz gestellt. Im Juli 2009 wurde das Casino Zögernitz in "Residenz Zögernitz" umbenannt und steht bis 31. Dezember 2011 für Saalvermietungen zur Verfügung. Nach einer Generalsanierung wird der Straußsaal in ein Tonstudio umfunktioniert und steht nach der Fertigstellung zu einem wesentlichen Anteil für Orchesteraufnahmen zur Verfügung.

 


 


VILLA HAINISCH, vormals VILLA GOMPERZ
– heute Musikschule der Stadt Wien


Das Haus Döblinger Hauptstraße 94, 1190 Wien wurde 1874 ebenso wie der dazugehörige Park, der bis zur Heiligenstädterstraße reichte, erworben durch Julius von Gomperz von den Erben des Textilfabrikanten und Kunstsammlers Rudolf von Arthaber, der seine Gattin und und Kinder durch TBC verloren hatte.

Julius von Gomperz hatte 1867 die bedeutend jüngere Sängerin und Pianistin Caroline Bettelheim geheiratet; sie musste mit ihrer Eheschließung nach den damaligen Standesvorschriften auf eine weitere öffentliche Karriere als Künstlerin verzichten. Julius von Gomperz wollte ihr im Haus Döblinger Hauptstraße 94 die Gelegenheit zu Konzerten in privatem Rahmen geben. Die Ehe blieb kinderlos.

1926 Tod der Caroline Gomperz geb. Bettelheim. Dr. Philipp von Gomperz erbte das Haus Döblinger Hauptstraße 94 und überließ es zum Selbstkostenpreis seiner Schwester Rosa Carlin, geb. Gomperz, damit deren Tochter Henriette Hainisch geb. Carlin und deren Mann Dr. Wolfgang Hainisch dort einziehen konnten. Bis dahin hatten Dr. Wolfgang Hainisch und Henriette Hainisch nur eine Untermietwohnung. Dr. Wolfgang Hainisch war der Enkel von Marianne Hainisch (geborene Perger in Baden 1839), der Begründerin und Führerin der österreichischen Frauenbewegung.  Ihr Sohn Dr. Michael Hainisch war von 1920-28 Bundespräsident.  
Später erbten Henriette Hainisch und dann deren Töchter Mag. Marianne und Cornelia Hainisch das Haus. Diese übertrugen die Nutzungsrechte der Gemeinde Wien mit der Widmung, das Haus für die Errichtung einer Musikschule sowie für kulturelle Zwecke zu nutzen.

Julius von Gomperz war ein Bruder der Josephine von Wertheimstein, deren kinderlos gebliebene Tochter Franziska von Wertheimstein die Villa Döblinger Hauptstraße 96 (jetzt Bezirksmuseum Döbling) und den dazugehörigen Park der Gemeinde Wien testamentarisch vermachte. Franziska von Wertheimstein starb im Jänner 1907.

Die Villa Gomperz (heute Musikschule der Gemeinde Wien), die ursprünglich dem Kaufmann Gloger gehört hatte, war bereits zur Zeit Beethovens durch eine Stiege mit dem Biederhof (Eroica-Haus) verbunden. In der Villa Gomperz starb 1890 der Bühnendichter Eduard von Bauernfeld.

Mag. Marianne Hainisch
Cornelia Hainisch

 

 


 

 

EROICAHAUS
1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 92

Ludwig van Beethoven (1770-1827) wohnte im Sommer im Wiener Vorort Oberdöbling, der damals von Feldern, Gärten und Weinbergen umgeben war. Wie viele wohlhabende Bürger verbrachte er die Sommerfrische vor den Toren der Stadt. Hier entstand zwischen Mai und September 1803 ein großer Teil von Beethovens 3. Symphonie, der „Eroica“. Das Werk begründete Beethovens Ruf als Revolutionär der Musik. Es übertrifft alle seine bisherigen Kompositionen an Länge wie auch an Kühnheit und Ideenreichtum. Ursprünglich Napoleon Bonaparte gewidmet, machte Beethoven die Widmung rückgängig, als er im Dezember 1804 von der Kaiserkrönung des bisherigen Ersten Konsuls von Frankreich erfuhr. Mit Widmungen seiner Kompositionen an die meist hochadeligen Gönner pflegte er seinen Dank für die finanzielle Unterstützung auszusprechen. So war die Waldsteinsonate, die Klaviersonate Op. 53, seinem Förderer Ernst Graf Waldstein (1782-1823) zugedacht. Mit dem Tripelkonzert Op. 56 (für Violine, Violoncello und Klavier) drückte er seine Verbundenheit mit dem Fürstengeschölecht Lobkowitz aus. Beide Werke entstanden etwa gleichzeitig zur „Eroica“. Für diese Symphonie reservierte sich Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz (1772-1816) das Aufführungsrecht für ein halbes Jahr. Sie wurde in seinem Palais uraufgeführt, wo sein Privatorchester sie vor einem kleinen Kreis geladener Gäste zur Anhörung brachte.

Beethoven Gedenkstätte Wien Museum

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Theater zum Himmel

2008 gründen Maresa Hörbiger und Karl Heinz Hackl das Theater zum Himmel im Hörbiger Haus. Der Garten und der Blick auf die Weinberge sind Kulisse für das Sommertheater. Bei Schlechtwetter und im Winter wird im Salon Hörbiger auf einer kleinen Bühne großes Theater gespielt. Die Fortsetzung der Theatertradition einer der größten Schauspielerfamilien des Landes ist Maresa Hörbiger ein Anliegen. Das Hörbiger Haus in die Zukunft zu führen, anspruchsvolles Theater zu machen und junge Schauspieltalente zu fördern, ist Programm des Theaters zum Himmel.

Ein Theater der Schauspieler

Im Theater zum Himmel stehen, der Tradition des Hauses entsprechend, die Schauspieler im Mittelpunkt. Heltau, Pluhar, Hackl, Hübsch, Schenk ua. zeigen wahre Schauspielkunst und begeistern in Lesungen von Schnitzler bis Bernhard ihr Publikum. Eine Besonderheit des Theater zum Himmel sind die szenischen Lesungen von Theater Klassikern der „Wiener Modernen“, Schnitzler´s Anatol 2008 Hofmannsthals Schwieriger 2009 und Schnitzlers Liebelei 2010 jeweils mit Karl Heinz Hackl in den Titelpartien. In der Inszenierung als Lesung gehört alle Aufmerksamkeit des Publikums dem gesprochenen Text, den Facetten und Nuancen großer Schauspielkunst. Großes Theater auf einer kleinen Bühne, das ist das Geheimnis des Erfolgs des Theaters zum Himmel.